Technik ABC
100 Hz Technik
Im PAL TV-Standard wird ein Bild 50mal pro Sekunde aufgebaut. Das menschliche Auge/Gehirn nimmt diesen Bildwechsel als Flimmern wahr. Bei der 100 Hz Technik wird das Bild mit doppelter Geschwindigkeit gewechselt. Gerade bei statischen, großflächigen Bildinhalten wirkt das Bild somit absolut ruhig.
1080p
Beim Bildaufbau wird zwischen dem Zeilensprung-Verfahren (interlaced) sowie dem Vollbild-Verfahren (z.B. 720p + 1.080p) unterschieden. Beim Vollbildverfahren werden immer alle Bildzeilen gleichzeitig, also ohne Zeilenversatz, dargestellt. Das Bild gewinnt an Ruhe und Stabilität und ist in Details feiner aufgelöst.
Bei 1.080p werden somit 1080 Bildzeilen immer als Vollbild dargestellt. Zum Vergleich: Ein Bildröhrengerät arbeitet mit 576i, also 576 Bildzeilen mit Darstellung im Halbbildverfahren.
16:9
Das Bildformat 16:9 (1.78:1), Bildbreite : Bildhöhe, ist der Versuch, einen Mittelweg zwischen dem Kinoformat 2.35:1 und dem klassischen TV-Format 4:3 zu finden. Dieser Versuch ist zweifelsohne gelungen und mitterweile am Markt akzeptiert. Die öffentlich rechtlichen Sender strahlen bereits einen Großteil im 16:9 Bildformat aus und selbst die größeren Privatsender haben Anfang 2008 begonnen, teilweise im 16:9 Format zu senden.
Bei Darstellung von 4:3 Sendungen ergeben sich schwarze Balken an den Seitenrändern. Die Wiedergabe von Widescreen Formaten (DVD, Blu-ray) ergibt schwarze Balken an Bildober- und unterseite. Für HDTV ist 16:9 als Bildformat festgelegt.
24 p
Im Kino werden traditionell 24 Bilder/sek. dargestellt. Allerdings wird jedes Einzelbild dabei noch 2mal wiederholt, womit sich eine Bildfrequenz von 3x24=72p/sek. ergibt.
Bei der Übertragung eines Kinofilms auf DVD/Video ist es wegen der PAL-Standardnorm 50i erforderlich, pro Sekunde auf 2 x 25 Halbbilder umzuwandeln.
Um 24p auf PAL anzupassen, wandelt man 24 Vollbilder in 48 Halbbilder und verlangsamt die Laufzeit um 4%. Deshalb sind Video/DVD-Versionen von Kinofilmen bei z.B. 100 Minuten rund vier Minuten länger als das Original. Mit Einführung der hochauflösenden Formate Blu-Ray Disc/HD-DVD wird nun 24p auch für das Video- und Fernsehbild eingeführt. Damit ist dann das o.g. Umwandlungsverfahren 24fps/50i nicht mehr erforderlich und die Blu-Ray Version eines Kinofilms entspricht exakt dem Original, ohne wandlungsbedingte Artefakte.
3D
Die dreidimensionale Bilddarstellung für Bluray-Discs oder Spielekonsolen ist der neueste Hype. Benötigt wird hierfür ein aktueller Flachbildschirm, sinnvollerweise mit mindestens 37 Zoll / 94 cm Bilddiagonale, Bildwechselfrequenz 200 Hz oder mehr. TV-Sender in Deutschland übertragen zur Zeit nicht in 3D. Die TV-Übertragung in 3D ist in den nächsten Jahren bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht geplant und äusserst unwahrscheinlich, im Privat-TV in den nächsten Jahren denkbar, voraussichtlich aus Kostengründen per Pay-TV. Technologisch möglich ist die Umrechnung eines konventionellen 2D-Bildes in ein quasi 3D-Bild. Die Qualität und der 3D-Effekt dieser 2D-3D Konvertierung kommt jedoch nicht an ein natives 3D-Bild heran.
Für die 3D Darstellung wird eine Shutterbrille benötigt, die das Signal des Flachbildschirms fürs Auge in ein 3D-Bild umwandelt. Shutterbrillen sind nicht immer im Lieferumfang des TVs enthalten.
4:3
Das klassische TV-Bildformat, Bildbreite : Bildhöhe, beträgt 4:3 (1.33:1). Die Festlegung auf dieses Seitenverhältnis war zur Einführung der TV - Technik nötig, da sich Bildröhren zum damaligen Zeitpunkt mit keinem höheren Seitenverhältnis produzieren liessen.
Bei Übertragung von 16:9 Sendungen oder DVDs ergeben sich somit schwarze Balken im oberen und unteren Bildschirmbereich.
Das Bildformat 4:3 wird in den kommenden Jahren nach und nach an Bedeutung verlieren.
AAC
Weiterentwicklung des MP-3 Formates. Das Advanced Audio Coding Verfahren bietet bei gleicher Datenrate bessere Klangqualität, Kopierschutz und Mehrkanal-Tauglichkeit.
AES / EBU
Symmetrische Digitalschnittstelle, die aus dem Profi- bzw. Rundfunk-Bereich stammt. Arbeitet mit 3-poligen XLR-Steckern, 110 Ohm.
Bananenstecker
Der 4-mm Bananenstecker wird hauptsächlich als Anschlußkontakt für Lautsprecher verwendet. Laien verwechseln ihn oft mit dem Klinkenstecker. Für dauerhaft sicheren Kontakt und geringere Übergangswiderstände sollte eine Feder im Inneren sorgen, die die Kontakte nach aussen spreizt. Somit erzielt man spielfreien Kontakt in der Buchse.
Bassreflex
Um höhere Basspegel aus kleinen Lautsprechergehäusen erreichen zu können, wird das Lautsprecher-gehäuse nicht geschlossen sondern über eine exakt berechnete Bassreflex-Öffnung (Rohr bzw. Tunnel) an die Luft angekoppelt. Die Luft in diesem Kanal bildet mit dem Gehäusevolumen einen Resonator und bewirkt eine Erhöhung des Schalldrucks.
BFA - Stecker
Der BFA-Stecker wird für Lautsprecherkontakte eingesetzt.
Im Zuge der Einführung des CE-Gütesiegels für Produktsicherheit innerhalb der EU wurde die Nutzung der handelsüblichen 4-mm Bananenstecker einge- schränkt bzw. verboten.
Daraufhin wurde unter Federführung des britischen Herstellers Arcam ein neuer Stecker entwickelt, der von der British Federation of Audio als neue Steckeralternative akzeptiert wurde.
Wesentlicher Vorteil: Der Stecker kann wegen seines geringfügig größeren Durchmessers nicht versehentlich (Kinder) in Netz-Steckdosen gesteckt werden. Zudem gibt es ihn in vollständig isolierter Bauweise (Abbildung), die Kabelkurzschlüsse verhindert. Wegen seiner Hohl-Bauweise ist der Stecker spreizbar und durchaus mit Bananenbuchsen kompatibel (nicht isolierte Bauform).
Bi - Wiring / Amping
Bei vielen aktuellen Lautsprechern sind die Anschlussklemmen PLUS (Rot) und MINUS (Schwarz) in doppelter Ausführung vorhanden. Nach Entfernen der Verbindungsbrücken können die Bass- bzw. Mittel-Hochton Bereiche des Lautsprechers separat angesteuert werden.
Hierfür werden statt eines Lautsprecherkabels pro Box dann 2 Sätze identischer Art und Länge benötigt. Die Intermodulations- effekte werden deutlich reduziert, das Klangbild erhält mehr Struktur und Feinzeichnung.
Beim Bi-Amping wird zusätzlich ein zweiter, idealerweise identischer Verstärker verwendet. Die beiden Verstärker steuern dann jeweils die Bass- bzw. Mittel-Hochton Bereiche des Lautsprechers separat an. Mehr Dynamik, mehr Kontrolle und Punch im Bass und mehr Präzision in der räumlichen Abbildung sind die positiven klanglichen Auswirkungen.
Blu-ray Disc
Das Nachfolgeformat der DVD ist bereits etabliert. Gegenüber den 4.7 GB (ein-schichtig) der DVD bietet die Blu-ray Disc mit 25 GB pro Layer/Schicht ausreichend Speicherkapazität für hochauflösendes Video. Die Spezifikationen lassen bis zu 4 Schichten pro Rohling zu, was eine Kapazität von max. 100 GB ergäbe. In Grösse und äußerer Erscheinung ist Blu-ray nicht von einer CD bzw. DVD zu unterscheiden. Die Blu-ray Disc wird mit blauem Laserlicht (405 nm) abgetastet, daher ihre Bezeichnung. Die Bildqualität ist hyper-realistisch, nicht datenreduzierte Tonformate wie Dolby True HD oder DTS HD sind ebenso vorgesehen.
CI - Modul
Das Common Interface- Modul ist die Schnittstelle zwischen digitalem Empfangsteil
(DVB-C, DVB-Sat) und der Smart-Card eines Pay-TV Senders. Das CI-Modul wird einfach
in den CAM-Kartenschacht des Empfangsteils geschoben. Im CI-Modul findet die "Entschlüsselung" 
des Bild/Tonsignals statt. Da von den Sendern unterschiedliche Verschlüsselungssysteme
(IRDETO, Nagrvision, Viaccess u.a.) eingesetzt werden, wird das jeweils passende CI-Modul benötigt.
Cinch
Cinch-Steckverbindungen sind im Bereich der Unterhaltungselektronik die am stärksten verwendete Steckerverbindung. Der Stecker wurde in den USA bereits in den späten 40er Jahren eingesetzt. Dort ist er auch unter der Bezeichnung RCA Jack/Stecker gebräuchlich.
Der Cinch-Stecker ist zweipolig. Der innere Kontakt wird für den positiven Leiter, der äussere für Masse/minus verwendet.
Der Stecker und die entsprechenden Kabel werden für analoge Bild- und Tonverbindungen eingesetzt. Die Farbkennungen sind normalerweise:
Rot - Ton Rechts
Weiss / Schwarz - Ton Links
Gelb - Video FBAS
Im Digital/Audio Sektor wird der Stecker nach SPDIF-Norm verwendet. Die gängige Bezeichnung lautet hier Digital Coax. Stecker/Buchsenfarbe zumeist Orange.
DAB
Digitaler Hörfunkstandard, der in Deutschland jedoch vor dem Aus steht. Das Digital Audio Broadcast Verfahren hat in Deutschland, im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten wie z.B. Schweiz oder Großbritannien, keine nennenswerte Marktakzeptanz erreicht. DAB wäre für mobilen Rundfunkempfang, z.B. im Auto, ein durchaus empfehlenswertes System. Der Empfang ist bei ausreichender technischer Sendeausstattung mit einer kleinen Stabantenne möglich. Technische Entwicklungen wie DVB-C oder Internet-Radio haben die Verbreitung des terrestrischen DAB-Radios erschwert.
Digital Eingang / Ausgang
Anschlussvariante für die digitale Datenübertragung. Die gebräuchlichsten Varianten sind der optische TOS-Link Anschluß sowie der elektrische Coax-Anschluß über eine Cinch- bzw. BNC-Buchse. Im High-End Segment der symmetrische AES/EBU und der professionelle AT&T Anschluß (optisch).
DIN LS
Der 2-polige Stecker nach DIN 41529 wurde gemeinhin DIN LS-Stecker genannt. Verwendung fand er also an Lautsprecherkabeln und an Lautsprechern (dort als Buchse). Die Kontaktqualität dieser Stecker ist mehr als fragwürdig, weshalb wir von der Benutzung abraten !
DivX
Dateiformat zur Datenreduktion von Bild/Videosignalen. Hierdurch lassen sich umfangreiche Datenmengen in sehr kleine Dateien komprimieren, um sie auf CD-Rs bzw. CD-RWs zu speichern und abzuspielen.
Dolby Digital
Dolby Digital, auch als AC-3 bezeichnet, ist ein digitales Kinotonformat.
Es arbeitet mit bis zu 6 separaten Audio-Kanälen:
Front Links, Front Rechts, Front Center-Kanal sowie Surround-Hinten Links und Surround-Hinten Rechts. Ein zusätzlicher LFE (Low Frequency Effects) - Kanal macht die 5.1 Anordnung komplett. Im LFE- oder Subwoofer-Kanal werden Frequenzen von 20-120 Hz gespeichert.
Nahezu alle DVDs und eine Vielzahl von NTSC-Laserdiscs sind mit einer Dolby-Digital Spur ausgestattet. Ein entsprechender Dolby-Digital Decoder, meistens im AV-Verstärker bzw. Receiver integriert, rechnet den daten- reduzierten Bitstrom aus.
Dolby Digital EX
Optimiert 5.1 Dolby Digital Tonspuren für die Widergabe auf 6.1 bzw. 7.1 Lautsprecheranordnungen.
Dolby Pro Logic II
Dolby Pro Logic II ist die Weiterentwicklung des veralteten Pro Logic / Surround Verfahrens. Es errechnet mit hochentwickelten mathematischen Modellen aus dem Stereo bzw. Pro Logic Signal ein mehrkanaliges Signal, das die Defizite des alten Pro Logic Systems vergessen lässt und schon erstaunlich nahe an ein volldigitales Mehrkanal-Format heranreicht.
Dolby Pro-Logic
Der Anfang der Mehrkanaltechnik für den Heimkino-Einsatz zu Hause.
Mittlerweile veraltetes Verfahren aus den achtziger Jahren. Das Matrix-Verfahren lässt für die Rückkanäle nur ein Mono-Signal mit limitiertem Frequenzumfang zu. Der Center-Kanal ist ebenso eingeschränkt.
Dolby Pro-Logic II X
Mit der neuesten Erweiterung des Pro-Logic Verfahrens werden analoge Stereo- bzw. Pro-Logic Signale auf 6.1 / 7.1 Systeme adaptiert. Man kann zwischen Music, Movie und Game Modus wählen.
Dolby True HD
Nicht datenreduziertes, digitales Raumklang-Format. Für Blu-ray und HD DVD mit bis zu 7.1 separaten Tonkanälen mit 24 Bit / 96 kHz Samplingfrequenz. Bei weinger als acht separaten Tonspuren sogar mit 192 kHz Samplingfrequenz.
DTS
DTS (Digital Theater Systems) ist ebenfalls ein diskretes, volldigitales 5.1 Mehrkanal- format. Gegenüber Dolby Digital arbeitet DTS mit einer höheren Datenrate. DTS findet sich auf CDs und DVDs. Zur Decodierung ist ein DTS-Prozessor (im AV - Verstärker/Receiver) nötig.
DTS 96/24
Volle 24 Bit Auflösung bei 96 kHz Samplingfrequenz (zum Vergleich: CD mit 16 Bit/44 kHz) auf einer DVD-Video ohne Einbussen bei der Bildqualität. Benötigt wird ein entsprechender Decoder im AV - Verstärker/Receiver (Denon AVC-A11SR). DTS 96/24 ist abwärtskompatibel und läuft damit in 24/48 Auflösung auf handelsüblichen DTS - fähigen A/V Verstärkern/Receivern.
DTS Extended Surround (ES)
Im Jahr 1999 führte DTS als Ergänzung / Update ein 6.1 Verfahren ein. Zur bekannten 5.1 Anordnung kommt noch ein weiterer Kanal hinzu: Surround Back (Hinten Mitte). Man unterscheidet zwei ES -Varianten:
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DTS ES Discrete 6.1: |
Alle Kanäle inclusive Surround Back sind unabhängig voneinander als einzelne Tonspuren auf der Software (DVD) gespeichert. Ist die Anlage nicht 6.1 kompatibel, wird der Surround Back - Kanal über die Surround Links + Rechts Kanäle wiedergegeben. |
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DTS ES Matrix 6.1: |
Aus 5.1 Software wird mit dem professionellen DTS ES 6.1 Matrix Algorithmus die Information für den Surround Back errechnet. |
Sie benötigen also 6.1 kompatible Verstärker bzw. Receiver sowie einen zusätzlichen Lautsprecher, Hinten Mitte. Sinn macht das Alles für Perfektionisten. Sollten Sie ein sehr großes Wohnzimmer/ Heimkino besitzen, in dem die hinteren Lautsprecher sehr weit auseinander platziert sind (ca. 3,80 Meter und mehr), ergibt sich ein akustisches Loch. Mit einer 6.1 Anordnung erhalten Sie hier eine perfekt gleichmäßige Beschallung. Das gilt natürlich noch mehr für eine ultimative 7.1 Bestückung: Statt eines Surround Back Lautsprechers verwenden Sie nun einen Back Links(Halblinks Hinten) sowie den Back Rechts (Halbrechts Hinten). Wenn Sie bis hierher gelesen haben, hat sicher auch Ihre Frau/Freundin Verständnis für Ihr Hobby und wartet schon ungeduldig auf die zusätzlichen Lautsprecher ...
DTS
DTS (Digital Theater Systems) ist ebenfalls ein diskretes, volldigitales 5.1 Mehrkanal- format. Gegenüber Dolby Digital arbeitet DTS mit einer höheren Datenrate. DTS findet sich auf CDs und DVDs. Zur Decodierung ist ein DTS-Prozessor (im AV - Verstärker/Receiver) nötig.
DVB
Digital Video Broadcast (Digitale Video Übertragung) ist das Sendeformat für digitales TV und Radio. Störungsfreie Bild- und Tonübertragung mit einer variablen Datenrate bis zu 24 Mbit/sec., HDTV und selbst Dolby-Digital Mehrkanal-Ton sind möglich.
Empfangsvarianten sind DVB-T (Terrestrische Übertragung, konventionelle Antenne), DVB-S (Satelliten-Übertragung, Schüssel) oder als DVB-C (Cable) per Kabelanschluß.
DVD - Audio
DVD-Audio ist ein hochauflösendes Tonformat. Gegenüber der CD mit 16 Bit/44.1 kHz Abtastfrequenz arbeitet DVD-A mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit/192 kHz zweikanalig bzw. 24 Bit/ 96 kHz mehrkanalig. Bis zu diesen Maximalstufen sind viele weitere Auflösungsstufen zulässig. DVD-A ist primär ein Musikformat und trägt somit keine Bildinformation mit Ausnahme statischer Grafiken. DVD-A Tonträger laufen in der Regel nur auf DVD-A Playern. DVD-A Player spielen natürlich auch CDs und DVDs ab.
DVD-Audio hat mittlerweile keine Marktbedeutung mehr.
DVD - Recording
Endlich hat das veraltete VHS-Band ausgedient. Aufnahme auf eine DVD in top Bild- und Tonqualität ist nun Standard und wird schon in wenigen Jahren die VHS-Technik aus den 70er Jahren ersetzen.
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DVD-RAM: |
Von Panasonic eingeführter Standard, mit wenigen DVD-Playern kompatibel. |
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- DVD-RW: |
Von Pioneer entwickelter Standard. Kompatibel mit vielen DVD-Playern. |
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+ DVD R/RW: |
Eine +R bzw. die löschbare +RW läuft auf den meisten konventionelle DVD-Playern. |
Die aufnehmbare DVD kann in verschiedenen Auflösungsstufen beschrieben werden. Somit ergibt sich im Super Extended Play-Modus eine Aufnahmekapazität von 8 Stunden.
DVI
Ursprünglich für Computer-Monitore entwickelte Technologie zur digitalen Bildübertragung. Das Digital Visual Interface wurde vom US-Hersteller Silicon Image für Heimanwendungen adaptiert. Die Übertragungs-Bandbreite liegt weit über dem Standard höchstwertiger analoger Video-Übertragung ( PAL-Progressive 576p ). Man unterscheidet hier zwei Varianten:
DVI-D (Digital) beinhaltet nur digitale Bildinformation, DVI-I (Integrated) überträgt digitale und analoge Bildinformation. Wenn Sie jetzt gehofft hatten, hier digital auf eine DVD kopieren zu können, meldet sich schon gleich der HDCP-Kopierschutz. Das DVI ist nur die Schnittstelle zum Projektor oder Display. DVI ist inzwischen vom HDMI-Anschluß abgelöst worden.
EPG
Das EPG (Electronic Programme Guide) ist eine elektronische Programmzeitschrift für digitales TV und Radio, die in moderne Fernsehgeräte integriert ist. Sender, die am EPG - Service teilnehmen, aktualisieren die Programminformationen täglich. Die Information des EPG enthält zu jeder Sendung zumindest den Titel, Datum/Uhrzeit und Dauer, kann aber auch Inhaltsinformationen zur Sendung anzeigen.
FBAS / Composite
Der gebräuchlichste Anschluß-Standard (Scart, Cinch) zur Bildübertragung. Farb- und Helligkeitswerte werden gemeinsam übertragen (vgl. RGB, S-Video, YUV) und beeinflussen sich somit bei sichtbarer Verschlechterung der Bildqualität. Für anspruchsvolle Anwendungen ist die FBAS-Verbindung nicht die erste Wahl.
FLAC
Das Free Lossless Audio Code ist ein verlustfreies Audio-Kompressionsformat. Die Datenkompression, die bei durchschnittlich ca. 50 % liegt, kann in einem Bereich von ca. 30-75 % des Originaldatenumfangs liegen, abhängig von der Komplexität des Musikstückes.
Flachbildschirme - Flat TV
Konventionelle Fernsehgeräte mit Bildröhre sind Vergangenheit.
Flachbildschirme werden in LCD oder Plasma Technologie angeboten. Infos hierzu unter LCD bzw. Plasma.
LED ist keine Bild-Technolgie, sondern eine Variante für die Hintergrundbeleuchtung von LCD-Bildschirmen. Infos hierzu unter LED.
Full HD
Während für die Zuteilung des HD Ready Zertifikates eine Pixel-Zahl von 1 .356 x 763 ausreicht, dokumentiert das Full HD Logo die HDTV/Maximal-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Die höhere Pixelzahl bei Full HD bedeutet nicht automatisch bessere Bildqualität und ist auch erst bei Bilddiagonalen ab 37 Zoll / 94 cm sinnvoll.
Hbb TV
HbbTV ist die Abkürzung für "Hybrid Broadcast Broadband Television". Es handelt sich dabei um eine neue Technik, die das digitale Fernsehen mit dem Internet so verbinden soll, daß die Stärken beider Massenmedien ausgenutzt werden können. Hierzu baut Hbb TV auf bereits existierenden Rundfunkstandards und Internet-Technologien auf. Mittels des so genannten "Red Buttons" auf der Fernbedienung lassen sich HTML-Seiten direkt auf dem Fernsehschirm öffnen. Basierend auf CE-HTML (Hypertext Markup Language für Benutzerschnittstellen in der Unterhaltungselektronik) können, neben dem normalen Empfang von Fernsehprogrammen, zahlreiche neue Dienste wie Spiele, Social Networks, Online-Abstimmungen, oder Video-on-Demand realisiert werden. Aber auch programmbezogene Anwendungen, wie Videotext oder EPGs der nächsten Generation sind möglich.
HbbTV wurde vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) entwickelt. Aber eine ganze Reihe anderer europäischer Unternehmen und Rundfunkanstalten aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Astra, Sony, Canal+ oder Opera unterstützen die Einführung von HbbTV. HbbTV bietet mehr Interaktion und ein breites Spektrum multimedial aufbereiteter Zusatzinfos. Empfangswege sind SAT, DVB-T oder Kabel TV. Früher oder später ist es nicht unwahrscheinlich, dass die meisten Fernsehgeräte oder Receiver bereits HbbTV-Funktionalität unterstützen. Dann ist nur noch ein DSL-Anschluss nötig, falls nicht bereits vorhanden. HbbTV vereint die Welt des digitalen Fernsehens mit dem Internet. Eine Art „Supervideotext“. Zum Start bei der IFA 2010 in Berlin sind neben ARD und ZDF RTL, Sat 1 und Pro 7 mit dabei.
HD – DVD
Die High Density DVD wurde neben der Blu-ray Disc als Nachfolgeformat der DVD propagiert. Speicherkapazität bis zu 30 GByte (Dual-Layer). Die Entscheidung der großen US-Filmstudios, das konkurrierende Blu-ray System zu favorisieren, führte zum vorzeitigen Ableben dieses Formates.
HD Ready
Ob ein Flachbildschirm oder Beamer in der Lage ist, HDTV-Fernsehen darzustellen, dokumentiert die Industrie mit dem HD Ready Logo.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
- Panel (LCD/Plasma) oder Beamer muss eine native Vertikal-Auflösung von mindestens 720 Pixel im 16:9 Format darstellen können.
- Folgende HD Video-Eingänge müssen vorhanden sein:
- ÝUV/Komponenten (analog)
- DVI oder HDMI Eingang (mit HDCP Kopierschutz) - Die HD Video-Eingänge müssen diese Formate verarbeiten:
- 1.280 x 720 (Progressive)
- 1.920 x 1.080 (Interlaced)
Die Bezeichnung Full HD bezeichnet Panels oder Bildverarbeitungssysteme, die 1.920 x 1.080 Pixel darstellen bzw. verarbeiten können.
HDMI
Das High Definition Multimedia Interface bietet in einem 19-poligen Miniaturstecker voldigitale Bild- und Tonübertragung. Keine Datenkompression, alle Bildformate (incl. HDTV 1080p), maximal acht Audiokanäle.
Gleichzeitig ist HDMI abwärtskompatibel zu DVI.
Neuester Standard (Juni 2010) ist HDMI 1.4. Wesentliche Vorteile gegenüber dem bisherigen 1.3 Standard sind:
- Bilddarstellung in 3D
- Audio-Rückkanal
- HDMI-Ethernetkanal für Netzwerkverbindungen
- Neuer HDMI Micro-Stecker (Type D)
HDMI hat die gute alte Scart-Buchse abgelöst und ist der neuen Standardanschluß im digitalen A/V Segment.
HDTV
Das 1967 eingeführte PAL Farb-TV Format ist hinsichtlich seiner Auflösung limitiert. PAL arbeitet mit 576 Zeilen (interlaced / 288 Halbbilder); ergibt 414.720 Pixel. Im Zuge der Digitalisierung stiegen die Ansprüche an die Bildqualität.
High Definition TV (Hochauflösendes Fernsehen) bietet dramatisch mehr Bildauflösung, möglich sind 720 bzw. 1080 Zeilen. Die maximale Auflösung beträgt 1080i (interlaced, 1.920 x 1.080=2.073.600 Pixel). 1080i ist gegenüber dem konventionellen, analogen PAL-Verfahren somit die ca. 5-fach höhere Auflösung. Auch die Übertragung mit 720p ist denkbar. HDTV ist ein reines 16:9 Bildformat, 4:3 Formate werden mit seitlichen Balken dargestellt. Der Empfang von Programmen in HDTV-Auflösung ist zur Zeit per DVB-Sat und DVB-C (Kabelnetz) möglich. Auch per DVB-T (Antenne, terrestrisch) wäre HDTV-Übertragung möglich, wird aber bislang nicht genutzt.
Um HDTV ausreichend darstellen zu können, bedarf es eines hochauflösenden Flat-TVs oder Beamers (HD-Ready). LOEWE. Flachbildschirme beinhalten bereits heute integrierte HDTV-Empfangsteile für Sat und Kabel TV.
Frei empfangbare, deutschsprachige HDTV-Programme sind zur Zeit u.a. bei Anixe HD, HD1, Luxe HD oder Servus HD zu sehen. ARTE HD ist seit Juli 2008 auf Sendung (Astra, DVB-Sat). Der offizielle Startschuß bei ARD HD und ZDF HD fiel am 10. Februar 2010 zu Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver. ARD HD und ZDF HD planen für 2010 bereits einen Anteil an HD-Produktionen von bis zu siebzig Prozent.
Hosiden
Der Hosiden-Stecker wird für S-Video (S-VHS, Hi-8) Übertragung eingesetzt. Anders als bei der FBAS/Cinch werden die Signale für Helligkeit und Farbe separat übertragen und beeinflussen sich gegenseitig hierdurch wesentlich weniger. Der Stecker hat 4 Pins (Helligkeit/Luminanz und Farbe/Chrominanz, jeweils Plus/Minus. Der Hosiden-Stecker überträgt kein Audio-Signal.
I-Link
Schnittstelle zur digitalen Übertragung von mehrkanaligen, unkomprimierten Audio-Signalen (DVD-A und SACD).
Impedanz
Die Impedanz, auch Nennscheinwiderstand, ist der frequenzabhängige elektrische Widerstand eines Lautsprechers. Die Angabe 4 bzw. 8 Ohm signalisiert damit keinen konstanten Widerstandswert, sondern signalisiert nur, wo das Impedanzminimum eines Lautsprechers liegt. Das Minimum liegt maximal 20 % unterhalb der Impedanzangabe (bei 8 Ohm also ca. 6 Ohm). Das Impedanz-Maximum kann konstruktionsbedingt durchaus bis 150 Ohm reichen.
Klinkenstecker
Klinkenstecker sind weltweit verbreitete Steckverbinder der Unterhaltungselektronik. Die gebräuchlichsten Bauformen- bzw. größen sind der 3.5 mm und der 6.3 mm Stecker. Verwendung finden diese Stecker u.a. bei Kopfhörern, Mikrofonen und Bühneneqipment. Beide Stecker sind als Mono- und Stereo-Versionen (wie abgebildet) erhältlich.
Koax – Chassis
Integriertes Lautsprecher-Chassis, bei dem der Hochtöner nicht überhalb bzw. unterhallb des Tieftöners sondern in dessen Zentrum platziert ist. Vorteil: Alle abgestrahlten Frequenzen entstehen virtuell an einem Punkt, dem Zentrum des Koax-Chassis. Vorteil: Identische, punkt-symmetrische Schallausbreitung in alle Richtungen mit exzellenter Fokussierung. Zur Perfektion gebracht bei Modellen von Audiodata, Audio Physic, KEF.
Kontrastverhältnis
Das Kontrastverhältnis ist ein technischer Parameter, der u.a. bei LCD- und Plasmadisplays den maximalen Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß dokumentiert. Das Kontrastverhälnis ist der Quotient aus maximaler und minimaler Leuchtdichte ( Einheit cd/qm ). Je größer also der Qutient, desto höher sind Kontrastreichtum und Farbintensität. LCD-Displays bewegen sich bei ca. 10.000:1, Plasma-Displays bis zu 20.000:1.
LCD
Flüssigkristall-Technolgie für Flachbildschirme oder Beamer. Liquid Crystal Displays (Flüssigkristall-Anzeige) arbeiten, vereinfacht formuliert, mit einer LCD-Schicht, die sich zwischen zwei Glasplatten befindet. Die LCD-Schicht wird von hinten mit weißem Licht bestrahlt wird. Jedes Pixel, nochmals in 3 Subpixel mit Rot, Grün, Blau unterteilt, wird von einer Elektrode angesteuert. Je nach Stärke der von der Elektrode anliegenden Spannung richten sich die LCD-Kristalle zwischen 0 und 90 Grad aus. Dadurch ändert sich der Lichtdurchlaß von der hinteren Scheibe zur Frontscheibe. Durch Polarisationsfilter auf den beiden Scheiben werden somit unterschiedliche Farben dargestellt.
Das folgende Funktionsschema zeigt den Aufbau eines Pixels. Links die Hintergrundbeleuchtung, rechts die sichtbare Bildfläche. Sichtbar pro Pixel sind die Subpixel für Rot, Grün, Blau.
Glasschicht
Farbfilter
Hintergrundbeleuchtung
Flüssigkeits-Kristalle / LCD
Elektroden
LED
LEDs sind Leuchtdioden (Light Emitting Diode), die bei Anlegen einer elektrischen Spannung Licht erzeugen. LED ist somit keine eigenständige Bildschirm-Technolgie wie LCD oder Plasma sondern eine Variante der Lichterzeugung für LCD-TVs. Vorteil der LEDs ist die geringere Bautiefe des Flachbildschirmes sowie reduzierter Stromverbrauch.
Bei Geräten mit Rahmen-Hintergrundbeleuchtung (Edge LED), siehe Abb. unten, sind die LED-Elemente an Ober/Unterkante bzw. Rechts/Links angeordnet. Die Gesamtausleuchtung der Bildfläche ist jedoch nicht optimal.

Bei Direct/Full LED wird die gesamte Bildfläche ausgeleuchtet. Aufwändigere Konzepte verfügen über
differenziert beleuchtbare Segmente, abhängig vom jeweiligen Bildsignal.
Letterbox
Mit Letterbox, was sich in diesem Zusammenhang mit "Briefkastenschlitz" übersetzen lässt, bezeichnet man die Umrechnung eines Breitbildformates für die Darstellung auf 4:3 Bildschirmen. Um Bildverzerrungen wie z.B. "Eierköpfe" zu vermeiden, werden Bildhöhe und -breite im gleichen Verhältnis verkleinert. Die Abbildung links zeigt die Letterbox-Darstellung auf einem 4:3 TV.
MLP
Vom englischen HiFi-Produzenten Meridian entwickeltes, verlustfreies Verfahren zur Audio-Datenkompression. Mit Meridian Lossless Packing lassen sich selbst hochaufgelöste Audiodaten mit bis zu 192 kHz / 24 Bit abspeichern. MLP komprimiert Daten bis zu Faktor 3.
MP 3
Verfahren zur starken Komprimierung von Audiodaten. Wird eingesetzt, um z.B. Musik aus dem Internet herunterzuladen oder den Inhalt mehrerer CDs auf eine CD-ROM zu speichern. Wegen der starken Datenreduktion ist die akustische Qualität bestenfalls befriedigend.
MPEG 4
Datenreduktionsverfahren, um die Datenmengen bei HDTV komprimiert speichern bzw. übertragen zu können. MPEG 4 ist der europäische HDTV Standard.
NTSC
NTSC war das erste Übertragungsverfahren für Farb-TV Signale und wurde bereits in den 1940er Jahren in den USA vom National Television Systems Committee entwickelt. Im Jahr 1953 wurde NTSC zum verbindlichen Standard erklärt. NTSC wird in USA, Kanada, Teilen Mittel- bzw. Südamerikas und Asiens (u.a. Japan) benutzt.
PAL
1967 in Deutschland eingeführte Farbfernsehnorm. PAL ist u.a. in Westeueropa (außer Frankreich), Afrika, Australien und Südamerika im Einsatz. PAL steht für Phase Alternation Line, was sich mit "Zeilensprung" oder "Phasenwechsel nach jeder Zeile" übersetzen lässt.
PAL hat eine Auflösung von 576 Zeilen interlaced/Halbbild. Das bedeutet, es werden pro Sekunde abwechselnd 25 Halbbilder (ungeradzahlige Zeilen) + 25 Halbbilder (geradzahlige Zeilen) gesendet; ergibt eine Bildwiederholfrequenz von 50 Halbbildern (50 Hz).
Pan & Scan
Mit Pan & Scan wird ein Verfahren bezeichnet, um die original Bildformate (16:9, Widescreen) einer DVD oder Blu-ray Disc auf einem konventionellen 4:3 Bildschirm ohne Balken darzustellen.
Im Vergleich zum Letterbox-Verfahren wird dabei ein kleinerer Bildausschnitt dargestellt, um die relevanten, fokussierten Bildausschnitte weniger stark verkleinern zu müssen. Man sieht also nur ca. 35-50 % des Originalbildes.
Phono - MM bzw. MC
Phono-Tonabnehmer gibt es in zwei unterschiedlichen Bauarten.
Das populärste Funktionsprinzip ist MM ( Moving Magnet ), wie es in den meisten Plattenspielern Verwendung findet. Am Ende des Nadelträgers befindet sich ein Magnet, der im fixierten Spulenfeld die mechanische Modulation der Plattenrille in elektrische Spannung umsetzt. Die Ausgangsspannung bewegt sich dabei zwischen ca. 2-6 Millivolt. Die Bauform MI ( Moving Iron ) arbeitet mit dem gleichen Prinzip.
Im hochwertigen Segment dominiert die MC-Bauweise ( Moving Coil ). Hier sitzen am Ende des Nadelträgers filigrane Spulen, die im Magnetfeld eine elektrische Spannung erzeugen. Mit ca. 0,1 - 0,5 mV Output braucht man eine höhere Verstärkung. Die Anforderungen an die Qualität des Phono-MC Verstärkers werden dadurch nochmals höher.
High-Output MCs haben mehr Spulenwicklungen und damit eine höhere Ausgangsspannnung ( ca. 1,5 - 2 mV ). Somit werden sie gewöhnlich am Phono-MM Anschluß des Verstärkers betrieben.
Der unkomplizierte Nadeltausch ist in der Regel nur bei MM-Systemen vorgesehen.
Phono-Verstärker
Früher war alles anders. Schallplatten waren noch kein exotisches Kulturgut und jeder Verstärker war mit einem Phono-Verstärker ausgestattet. Heute wird sehr oft aus Kostengründen auf einen integrierten Phono-Verstärker verzichtet, besonders bei einfachen Mini-Anlagen. Wenn Sie nun einen Plattenspieler anschließen möchten, haben Sie ein kleines Problem.
Sobald der Plattenspieler am LINE / AUX Anschluss des Verstärkers betrieben wird, bemerken Sie folgendes Symptom: Für eine halbwegs praxisgerechte Lautstärke müssen Sie den Lautstärke-Regler bis zum Maximal-Anschlag aufdrehen; meistens ist es dann immer noch zu leise. Damit nicht genug, irgendwie klingt es überpräsent und substanzlos.
Ursachen: Zum Einen gibt ein gängiger MM-Tonabnehmer nur ca. 3-5 Millivolt Spannung, ein MC-Tonabnehmer sogar nur ca. 0,3 Millivolt aus. Das reicht natürlich nicht für einen Hochpegel-Eingang, der normalerweise vom CD-Player mit ca. 2 Volt gespeist wird. Also muß die Verstärkung hier wesentlich höher ausfallen.
Zum Anderen werden Schallplatten aus presstechnischen Gründen nach der RIAA (Record Industry Association of America) - Kennlinie produziert (siehe Grafik unten).
Das bedeutet, Frequenzen ab 1 kHz werden bei der Pressung der Schallplatte angehoben (grüne Kurve, RECORD), unterhalb 1 kHz abgesenkt.
Bei der Wiedergabe wird das Signal im Phono-Verstärker spiegelbildlich verstärkt (rote Kurve, PREAMP).
Das Ausgangssignal ist somit wieder linear (blau, PLAYBACK).
Pixel
Ein Pixel (Picture Element) ist der kleinste Baustein eines Bildes. Je höher die Pixelzahl, desto höher ist die Auflösung eines Bildes. Bei LCD oder Plasma-Displays ist jedes Pixel in drei Subpixel (Rot, Grün, Blau) unterteilt. Im PAL TV-Farbstandard (seit 1967) beträgt die Auflösung 720x576 (Zeilen) = 414.720 Pixel, bei HDTV/Blu-Ray 1.920x1.080 (Zeilen) = 2.073.600 Pixel.
Plasma
Das Plasma-TV Verfahren erzeugt Farbpunkte durch Entladung eines Edelgas-Plamas. Zwischen zwei Glasplatten wird Edelgas-Plasma von transparenten Elektroden gezündet. Durch die dabei entstehende UV-Lichtstrahlung wird an der Bildschirm-Rückseite Rotes, Grünes, Blaues Phosphorlicht dargestellt. Alle Pixel werden gleichzeitig dargestellt, auch hier sind pro Pixel 3 Unterpixel (RGB) vorhanden.
- Höheres Gewicht
- Höherer Stromverbrauch
- Höhere Wärmeentwicklung
- Kurzfristige Einbrenn-Effekte
+ Neueste Generation mit höherer Lebenserwartung (ca. 60.000 Std.)
+ Schnellere Reaktionszeit, keine Nachzieheffekte
+ Intensivere Farbdarstellung
+ Höheres Kontrastverhältnis
+ Mehr Leuchtkraft, „schwärzeres" Schwarz
Plasma-Bildschirme werden nur noch bei großen Bilddiagonalen, d.h. ab 37" (94 cm) Bilddiagonale, eingesetzt. Das Angebot an Plasma-TV Geräten hat sich in den letzten Jahren deutlich verringert.
Progressive Scan
Hier werden nicht wie üblich 50 Halbbilder (Interlaced) pro Sekunde übertragen, sondern echte Vollbilder. Hierdurch lassen sich extrem ruhige, plastische Bilder erzeugen. Geeignet für den Einsatz mit Displays, Monitoren und Projektoren über YUV / HDMI. Nicht kompatibel mit Scart- bzw. FBAS Anschlüssen.
Regionalcode
Bei der Standardisierung und Einführung der DVD-Technologie bestanden die US-Filmfirmen auf der Festlegung von Regionalcodes, um mehrere Versionen eines Films zeitversetzt auf den weltweiten Märkten platzieren zu können. Hollywood hat den Globus entsprechend unterteilt:
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Code 1 |
USA und Canada |
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Code 2 |
Europa, Naher Osten, Japan, Südafrika |
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Code 3 |
Südostasien |
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Code 4 |
Australien, Neuseeland, Süd- und Mittelamerika |
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Code 5 |
Russland und ehemalige Soviet-Staaten |
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Code 6 |
China |
DVD-Player und DVDs müssen einen Regionalcode tragen. Die Codes von abspielendem DVD-Player und DVD müssen übereinstimmen. Das bedeutet, eine DVD aus USA (RC 1) spielt nicht auf einem europäischen Gerät (RC 2) oder umgekehrt. Filmfreaks, die das nicht akzeptieren mögen, können sich hier mit einer Multicode-Umrüstung ihres Players behelfen. Das entsprechend modifizierte Gerät spielt dann in der Regel DVDs aller RC Regionen ab.
Response Time
Response Time (Reaktionszeit) bezeichnet bei LCD-Displays die Zeit, in der die Flüssigkristalle durch Anlegen einer elektrischen Spannung vom inaktiven Zustand (kein Lichtdurchlaß) in den aktiven Zustand (Lichtdurchlaß) benötigen. Je geringer die Zeit (Einheit: Millisekunden), desto schneller erfolgt der Bildaufbau. Es gibt jedoch kein standardisiertes, einheitliches Meßverfahren. Somit ist ein 1:1 Vergleich nur bei identischen Meßverfahren aussagekräftig.
RGB
Über RGB werden die Grundfarben Rot, Grün und Blau separat übertragen. So wird das Bild auch in einem Röhrenprojektor oder TV-Gerät erzeugt. Die Scart-Buchse mit RGB-Belegung schaltet dann auch automatisch auf 16:9 Bildformat.
S-Video (Y/C)
Hier werden (Y) Helligkeits- und (C) Farbwerte mit getrennten Leitungen übertragen und aufgezeichnet. Im Vergleich zur FBAS/Composite Variante deutlich verbesserte Bildqualität, besonders bei grösseren Kabellängen (Hosiden, Scart).
SACD
Super Audio CD ist, analog zu DVD-Audio, ein reines Musikformat höherer Auflösung, sowohl im Stereo-Format als auch mehrkanalig. Die Speicherung erfolgt in 1 Bit DSD/ 2,8224 MHz Samplingfrequenz. SACDs sind optisch nicht von einer CD zu unterscheiden und spielen nur auf SACD-Playern. Interessant sind Hybrid-SACDs, die eine SACD-Schicht und eine zusätzliche CD-Schicht besitzen. Hybrid-SACDs spielen damit, natürlich nur in CD-Auflösung, auch auf CD-Playern.
Scart
Scart ist der europäische Standard für Steckerverbin- dungen im Audio/Video-Bereich und wurde 1978 in Frankreich entwickelt. In Deutschland wurden TV-Geräte erstmals 1982 damit ausgestattet.
Der mechanisch nicht sonderlich zuverlässige Stecker hat insgesamt 21-Kontakte, belegt mit FBAS, S-Video und RGB, Audio In/Out Mono/Stereo sowie diversen Schalt- kontakten. Scart-Buchse und Scart-Kabel werden im Zuge der Digitalisierung von digitalen Schnittstellen/kabeln (HDMI) ersetzt werden.
Shutterbrille
Eine Shutterbrille ermöglicht dreidimensionales Sehen, z.B. bei Wiedergabe von 3D Bluray-Discs. Ihre Funktion ist ausschliesslich, abwechselnd das rechte und linke Auge abzudunkeln. Entspricht die Frequenz, mit der die Brille abdunkelt, der des verwendeten Flachbildschirmes, sehen das linke und das rechte Auge die Teilbilder eines Filmes abwechselnd. Somit kann ein 3D produzierter Film dreidimensional erlebt werden.
Shutterbrillen sind nicht zu verwechseln mit den passiven Polarisationsfilterbrillen der 3D-Kinos.
SPDIF
SPDIF ist die Abkürzung einer Digital-Schnittstelle für die Übertragung von Audio-Signalen. Sie wurde unter Federführung von SONY und PHILIPS entwickelt und standardisiert. Das Sony Philips Digital Interface verwendet die Steckverbinder Cinch (Koax Digital, 75 Ohm Wellenwiderstand) und Toslink (optisch). Bei portablen Geräten findet sich oft der optische 3.5mm Klinkenstecker.
Subwoofer
Separater Lautsprecher für den Tiefbass-Bereich. Sinnvoll ist der Einsatz aktiver Subwoofer mit integrierten Endverstärkern und variablen Justagemöglichkeiten. Mit einem guten Subwoofer wird die Tiefbasswiedergabe erst möglich. Kleine Lautsprecher, die wegen ihres zu geringen Gehäusevolumens keinen Bass reproduzieren können, klingen mit Subwoofer-Unterstützung wesentlich substantieller, auch bei kleinen Lautstärken. Finger weg von passiven Subwoofern !
SVCD
Die Super Video CD hat gegenüber der VCD die doppelte Datenrate. Dadurch liegt die Bildqualität bereits über VHS-Video Niveau. Extras gegenüber der VCD sind Untertitel sowie einen zweite Sprachvariante. Abspielbar in den meisten DVD-Playern aktueller Generation.
THX
Der US-Ingenieur Tomlinson Holman ( Tomlinson Holman eXperiments ) entwickelte für Lucas-Film verschiedene Parameter, um die Sound-Qualität von Kinos zu verbessern. Später wurde daraus ein Qualitätsstandard für den Einsatz bei Endverbrauchern adaptiert. Komponenten mit THX - Zertifikat verfügen über eine Reihe von Korrekturschaltungen, um den ursprünglich für Kinos produzierten Sound an die akustischen Bedingungen eines normalen Wohnzimmers anzupassen. THX ist keine eigenständige Ton-Norm bzw. Verfahren und kompatibel mit allen Mehrkanalverfahren.
Zusätzlich wird jede THX zertifizierte Komponente bei Lucasfilm strengsten Tests unterzogen, bevor es das THX - Logo erhält. Hierbei muß der Anforderungskatalog mit Hunderten von Einzelparametern erfüllt werden.
THX - Select
Die einfacher zu erfüllende Variante für preisgünstige Geräte.
Die Anforderungen an die Qualität der Komponenten sind ebenso reduziert wie der Umfang der Korrekturschaltungen. Geeignet für kleinere bis mittlere Räume.
THX - Ultra
THX - Standard mit höchsten Ansprüchen an die Komponenten und natürlich auch für größere Räume geeignet.
THX - Ultra 2
Vor allem in 7.1 Systemen bringt das jüngste Zertifikat noch Vorteile. Aufteilung in Cinema- und Music Modi. Erstmals Music Modus für DTS 96/24. Boundary Gain Compension für THX - Ultra 2 zertifizierte Subwoofer zur Kompensation raum- und aufstellungsbedingter Bassüberhöhungen. Advanced Speaker Array Anpassung für die Surround-Back Lautsprecher.
Toslink
Toslink ist ein standardisiertes Lichtleiter-Verbindungssystem in der Unterhaltungselektronik für digital-optische Signalübertragung z.B. zwischen DVD-Playern und A/V-Verstärkern. Toslink wurde zu Beginn der CD-Ära von Toshiba entwickelt, daher die Namensgebung (Toshiba Link). Digitale Audio-Daten werden im SPDIF-Standard mit bis zu 20 MBit/Sek. übertragen.
Upscaling
Der Begriff bedeutet "hochskalieren" und wird im Bereich der Bildverarbeitung verwendet. Ein Video- signal mit definierter Pixelanzahl wird auf eine höhere Pixelanzahl umgerechnet. Beispiel: Das Bild einer PAL-DVD oder ganz einfach ein aktuelles TV-Programm, PAL, (16:9; 590.400 Pixel) soll auf einem Full HD Flachbildschirm bzw. Beamer dargestellt werden (16:9; 2.073.600 Pixel). Problem: Der Full HD Flat-TV hat 1.483.200 Pixel mehr als das ankommende Bildsignal ! Was soll auf diesen Pixeln dargestellt werden ? Geräte mit effektivem Upscaling rechnen live, d.h. ohne Zwischenspeicherung, das Bildsignal mit innovativer, aufwendiger Bildverarbeitungssoftware auf eine fehlerfreie Darstellung um. Technologisch sind hierbei die Hersteller DENON (DVD-Player, Blu-ray Player) sowie LOEWE. bei Flachbildschirmen zur Zeit das Maß der Dinge.
USB
USB - Universal Serial Bus - ist ein Bus-System zur Verbindung von Computern mit externen Geräten, z.B. Festplatten, Druckern, Tastatur. USB-Anschlüsse finden in wachsendem Maße Einsatz auch in Flachbildschirmen oder HiFi-Anlagen. Sie eignen sich, um Musik oder Fotos von USB-Sticks zuzuführen. Auch Updates der Steuersoftware sind möglich (z.B. LOEWE. Flachbildschirme).
VCD
Auf die Video Compact Disc können Filme und Standbilder (z.B. Internet, Urlaubsvideo) gespeichert werden. Qualitätsmindernd ist die starke Datenreduktion (MPEG 1 / 352 x 288 Pixel), die bestenfalls VHS-Video Niveau erreicht. Abspielbar in den meisten DVD-Playern.
Widescreen
Widescreen ist das Original-Kinoformat (Cinemascope) mit einem Seitenverhältnis von 21:9 bzw. 2.35:1. Auf vielen DVDs und Blu-ray Discs hat man dieses Bildformat ohne Änderung beibehalten und nicht auf das 16:9 Bildformat umgerechnet.
Deshalb gibt es auf 16:9 Flachbildschirmen, TV-Geräten oder Beamern bei Wiedergabe von DVDs/Blu-ray Discs im Widescreen Format noch immer schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand.
XLR
Mit XLR wird eine zumeist 3-polige Steckverbindung bezeichnet, die aus der Studio/Übertragungstechnik stammt. Gegenüber dem 2-poligen Cinch-Stecker gibt es wesentliche Vorteile:
Symmetrische, massefreie Signalübertragung
Mechanische Stabilität
Kontaktsicherheit, Verriegelung in der Buchse
Die Belegung der 3 Pins (Plus, Minus, Masse) ist international nicht genormt.
YUV (Komponenten)
Professionelles, verlustfreies Aufzeichnungs- und Übertragungsformat mit 3 separaten Leitungen: Y - Helligkeit, U und V sind, einfach formuliert, separate Farbanteile. Auf der DVD liegt das Bild im YUV Format vor. Hierbei handelt es sich um ein Farbdifferenz-Signal, nicht zu verwechseln mit RGB. Bestmögliche analoge Signalübertragung, auch mit Progressiv-Scan Ausgabe, für den Einsatz von Projektoren und LCD- bzw. Plasma-Displays.