Technik ABC 

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100 Hz Technik

Im PAL TV-Standard wird ein Bild 50mal pro Sekunde aufgebaut. Das menschliche Auge/Gehirn nimmt diesen Bildwechsel als Flimmern wahr. Bei der 100 Hz Technik wird das Bild mit doppelter Geschwindigkeit gewechselt. Gerade bei statischen, großflächigen Bildinhalten wirkt das Bild somit absolut ruhig.

 

1080p

Beim Bildaufbau wird zwischen dem Zeilensprung-Verfahren (interlaced) sowie dem Vollbild-Verfahren (z.B. 720p + 1.080p) unterschieden. Beim Vollbildverfahren werden immer alle Bildzeilen gleichzeitig, also ohne Zeilenversatz, dargestellt. Das Bild gewinnt an Ruhe und Stabilität und ist in Details feiner aufgelöst.
Bei 1.080p werden somit 1080 Bildzeilen immer als Vollbild dargestellt. Zum Vergleich: Ein Bildröhrengerät arbeitet mit 576i, also 576 Bildzeilen mit Darstellung im Halbbildverfahren.

 

16:9

16:9Das Bildformat 16:9 (1.78:1), Bildbreite : Bildhöhe, ist der Versuch, einen Mittelweg zwischen dem Kinoformat 2.35:1 und dem klassischen TV-Format 4:3 zu finden. Dieser Versuch ist zweifelsohne gelungen und mitterweile am Markt akzeptiert. Die öffentlich rechtlichen Sender strahlen bereits einen Großteil im 16:9 Bildformat aus und selbst die größeren Privatsender haben Anfang 2008 begonnen, teilweise im 16:9 Format zu senden.
Bei Darstellung von 4:3 Sendungen ergeben sich schwarze Balken an den Seitenrändern. Die Wiedergabe von Widescreen Formaten (DVD, Blu-ray) ergibt schwarze Balken an Bildober- und unterseite. Für HDTV ist 16:9 als Bildformat festgelegt.

 

24 p

Im Kino werden traditionell 24 Bilder/sek. dargestellt. Allerdings wird jedes Einzelbild dabei noch 2mal wiederholt, womit sich eine Bildfrequenz von 3x24=72p/sek. ergibt. 

Bei der Übertragung eines Kinofilms auf DVD/Video ist es wegen der  PAL-Standardnorm 50i erforderlich, pro Sekunde auf 2 x 25 Halbbilder umzuwandeln.

Um 24p auf PAL anzupassen, wandelt man 24 Vollbilder in 48 Halbbilder und verlangsamt die Laufzeit um 4%. Deshalb sind Video/DVD-Versionen von Kinofilmen bei z.B. 100 Minuten rund vier Minuten länger als das Original. Mit Einführung der hochauflösenden Formate Blu-Ray Disc/HD-DVD wird nun 24p auch für das Video- und Fernsehbild eingeführt. Damit ist dann das o.g. Umwandlungsverfahren 24fps/50i      nicht mehr erforderlich und die Blu-Ray Version eines Kinofilms entspricht exakt dem Original, ohne wandlungsbedingte Artefakte.

 

3D

Die dreidimensionale Bilddarstellung für Bluray-Discs oder Spielekonsolen ist der neueste Hype. Benötigt wird hierfür ein aktueller Flachbildschirm, sinnvollerweise mit mindestens 37 Zoll / 94 cm Bilddiagonale, Bildwechselfrequenz 200 Hz oder mehr. TV-Sender in Deutschland übertragen zur Zeit nicht in 3D. Die TV-Übertragung in 3D ist in den nächsten Jahren bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht geplant und äusserst unwahrscheinlich, im Privat-TV in den nächsten Jahren denkbar, voraussichtlich aus Kostengründen per Pay-TV. Technologisch möglich ist die Umrechnung eines konventionellen 2D-Bildes in ein quasi 3D-Bild. Die Qualität und der 3D-Effekt dieser 2D-3D Konvertierung kommt jedoch nicht an ein natives 3D-Bild heran.
Für die 3D Darstellung wird eine Shutterbrille benötigt, die das Signal des Flachbildschirms fürs Auge in ein 3D-Bild umwandelt. Shutterbrillen sind nicht immer im Lieferumfang des TVs enthalten.
 

4:3

Das klassische TV-Bildformat, Bildbreite : Bildhöhe, beträgt 4:3 (1.33:1). Die Festlegung auf dieses Seitenverhältnis war zur Einführung der TV - Technik nötig, da sich Bildröhren zum damaligen Zeitpunkt mit keinem höheren Seitenverhältnis produzieren liessen.
Bei Übertragung von 16:9 Sendungen oder DVDs ergeben sich somit schwarze Balken im oberen und unteren Bildschirmbereich.
Das Bildformat 4:3 wird in den kommenden Jahren nach und nach an Bedeutung verlieren.